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Chemie-Geschichte

Traube, Wilhelm

Kurzbiografie

Chemiker
10.01. 1866 (Ratibor, Oberschlesien) - 28.09.1942 (Berlin)
Wirkungsorte: Berlin, Heidelberg, Breslau, München


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Biografische Notizen

  • Sohn des Chemikers (physiologische Chemie) und universellen Privatgelehrten Moritz Traube (1826-1894)
  • Studium, zunächst Jura, dann Chemie in Heidelberg, Breslau, München und Berlin, Lehrer sind u.a. A.W.v. Hofmann, A.v. Baeyer und K.F. Rammelsberg
  • 1888 - Promotion "Über die Additionsprodukte der Cyansäure" bei A.W. Hofmann
  • 1896 - habilitierte sich am Chemischen Institut bei E. Fischer
  • ab 1897 - Assistent am Pharmakologischen Institut in Berlin
  • ab 1902 - Oberassistent am Pharmazeutischen Institut und Titularprofessor
  • 1911 - außerordentliche Professur, bis 1933 Leiter der anorganischen Abteilung am I. Chemischen Institut der Berliner Universität in der Hessischen Straße (auf Empfehlung Fischers)
  • 1926 - Mitglied der Leopoldina zu Halle
  • 1929 - ordentlicher Professor in Berlin
  • Vorstandsmitglied der Deutschen Chemischen Gesellschaft
     
  • zahlreiche Patente auf den Gebieten der Zellulosechemie und der Metallkomplexsalze
  • sein Verfahren zur Coffeinsynthese machte ihn international bekannt
  • Traubesche-Synthese (Purinsynthese aus Zyanessigsäureester und Harnstoff)
     
  • 1935 - wegen seiner jüdischen Abstammung wird ihm die Lehrbefugnis an der Berliner Universität entzogen, es folgen zahlreiche Diskriminierungen
  • 1939 - von Traube stammte das Bariumsalz, mit dem Hahn und Straßmann ihre Experimentalergebnisse zur Identifizierung von Barium in Spaltprodukten überprüften
  • 1942 - Verhaftung, Wilhelm Traube stirbt im Gefängnis an den Folgen von Misshandlungen
  • letzte Ruhe auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weissensee, die Grabstätte ohne Gedenkstein ist erhalten
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Quellen

Literatur

  • Franke, Henrik: Moritz Traube (1826-1894) - Leben und Wirken des universellen Privatgelehrten und Wegbereiters der physio­logischen Chemie. Med. Dissertation 1994, Universitäts­bibliothek der Humboldt-Universität Berlin, Signatur 94 HB 1449.
  • Franke, Henrik: Moritz Traube (1826-1894) : Vom Weinkauf­mann zum Akademiemitglied. Studien und Quellen zur Geschichte der Chemie, Band 9, Verlag für Wissenschafts- und Regionalgeschichte Dr. Michael Engel, Berlin 1998
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© ChemieFreunde Erkner e. V.
 
Diese Seite wurde erstellt am 19.04.2007